Armenischer Spuren in der Geschichte des Byzantinischen Reiches: Von den Kaiserlichen Dynastien bis zum kulturellen Synthese
Einleitung: Die Armenier als Bauherren des Reiches
Der Beitrag der Armenier zur Geschichte des Byzantinischen Reiches ist schwer zu überschätzen. Es war nicht ein peripherischer ethnischer Faktor, sondern einer der Schlüsselvölker, die das Reich aufbauten, und spielte eine herausragende Rolle in seiner militärischen, politischen, dynastischen und kulturellen Lebensweise während sieben Jahrhunderten (5. bis 11. Jahrhundert). Der armenische Spuren sind nicht ein marginaler Einfluss, sondern ein struktureller Bestandteil des byzantinischen Staates, insbesondere in seiner höchsten Macht und territorialen Expansion. Dies ist eine Geschichte der Integration, Assimilation, aber auch der Erhaltung der einzigartigen Identität im Herzen des imperatorialen Universums.
1. Dynastischer Beitrag: Kaiser mit armenischem Ursprung
Das tiefste Zeugnis der armenischen Integration ist die Herkunft ganzer Kaiserlichen Dynastien.
Die Isaurische (Syrische) Dynastie (717–802): Obwohl traditionell mit Syrien in Verbindung gebracht, beharren viele Historiker (N. Adontz, P. Sharanz) darauf, dass der Gründer der Dynastie, Leo III Isaurus, armenischen Ursprungs war. Wichtiger ist, dass sein Sohn und Nachfolger, Konstantin V (741–775), mit der armenischen Prinzessin Irina aus dem Geschlecht Kamssarakan verheiratet war, was die armenischen Verbindungen der Dynastie stärkte.
Die Makedonische Dynastie (867–1056): Eine der größten Dynastien Byzanz, unter der das Reich seinen Zenit erreichte. Ihr Gründer, Kaiser Vasilius I Macedonian (867–886), war gemäß modernen Studien (A. Toynbee, P. Haraniss) ein Armenier aus der thema Makedonia (wo es viele armenische Siedler gab), ein Ausländer aus einer bäuerlichen Familie. Seine Muttersprache war armenisch. Unter der Makedonischen Dynastie erreichte die armenische Elite den Höhepunkt ihres Einflusses.
Einzelne Kaiser: Kaiser Roman I Laka ...
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